Deeskalations­training

Sicher handeln, wenn es darauf ankommt.

Eskalation bei Konflikt am Arbeitsplatz

Sicher deeskalieren

Aggression und Gewalt passieren selten ohne Vorwarnung. Wer die Signale kennt, wer weiss wie er sich in einer eskalierenden Situation zu verhalten hat und wer seine eigenen Reaktionen kennt und steuern kann, ist besser geschützt. Nicht nur physisch, sondern auch emotional und rechtlich.

Genau das vermittelt die INKOGE-Weiterbildung Deeskalation: praxisnahes Wissen und anwendbare Kompetenzen für Menschen, die in ihrem Berufsalltag mit Konflikten, aggressivem Verhalten oder bedrohlichen Situationen konfrontiert sind. Und für Organisationen, die sicherstellen wollen, dass ihre Mitarbeitenden professionell, sicher und im Sinne der Organisation handeln.

Deeskalationstraining ist Teil eines Kontinuums

Es beginnt bei normaler Kommunikation und reicht über Deeskalation, Selbstbehauptung bis hin zum physischen Selbstschutz. Die Weiterbildung vermittelt die spezifischen Kompetenzen für den mittleren Teil dieses Kontinuums, wo jemand emotional eskaliert und die Situation zu kippen droht.

1

Normale Kommunikation

Austausch auf Augenhöhe

2

Konflikt­kommunikation

Konflikte entstehen

3

Deeskalation

Spannung reduzieren, Gespräch lenken

4

Selbst­behauptung

Klare Grenzen setzen, unmissverständlich sein

5

Rückzug und Hilfe

Situation verlassen oder Unterstützung hinzuziehen

Inhalte und Schwerpunkte

Die Weiterbildung verbindet Phasenkenntnis, konkrete Handlungskompetenzen und die bewusste Steuerung der eigenen Reaktion.

Was in einer frühen Phase eine Lösung bringt, kann in einer späteren Phase die Sicherheit gefährden. Das ist der Kern des INKOGE-Ansatzes und der wichtigste Grund, warum allgemeine Kommunikationsschulungen in kritischen Situationen oft nicht genügen.

Wer versucht, mit jemandem in der Rage noch eine sachliche Lösung zu erarbeiten, riskiert mehr als er löst. Wer umgekehrt in einer frühen Irritationsphase sofort auf Konfrontation geht, eskaliert unnötig. Professionelles Handeln bedeutet, die eigene Reaktion an die Phase anzupassen, in der sich das Gegenüber befindet. Das setzt voraus, dass man diese Phasen kennt und unterscheiden kann.

Genau das ist der Schwerpunkt dieser Weiterbildung.

Die Weiterbildung vermittelt Grundlagenwissen darüber, wie Aggression entsteht, welche Risiko- und Schutzfaktoren eine Rolle spielen und wie man verschiedene Formen von aggressivem Verhalten erkennt und einordnet. Auf dieser Grundlage werden konkrete Handlungskompetenzen aufgebaut: wie man Situationen einschätzt, wie man sich verhält, wie man kommuniziert und wo die Grenzen der Deeskalation liegen.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Frage, wann Deeskalation sinnvoll ist und wann nicht. Wer zu lange in einer Situation bleibt, die nicht mehr lösbar ist, erhöht das Risiko für sich selbst und andere. Rückzug, Unterstützung holen oder eine klare Grenze setzen sind keine Schwäche, sondern professionelles Handeln im Sinne der eigenen Sicherheit und der Organisation.

Die Weiterbildung arbeitet praxisnah: mit Beispielen aus dem Berufsalltag der Teilnehmenden, mit Übungen zur Wahrnehmung und Einschätzung von Situationen und mit konkreten Szenarien, die zeigen wie Theorie im Ernstfall angewendet wird.

In einer Konfliktsituation gibt es vieles, das man nicht direkt kontrollieren kann: die Vorgeschichte des Gegenübers, seine psychische Verfassung, seine Trigger, seine Belastungen. Was man jedoch immer gestalten kann, ist die eigene Reaktion darauf. Und weil das Gegenüber seinerseits auf unser Verhalten reagiert, ist die eigene Person der wirksamste Hebel in einer eskalierenden Situation.
Mitarbeitende, die ihre eigenen Muster kennen und gelernt haben, in Stresssituationen klar zu denken und zu handeln, sind besser geschützt. Nicht weil die Welt sicherer geworden ist, sondern weil sie selbst sicherer geworden sind.

Diverse Fachkraefte sitzen gemeinsam in einer Schulung und tauschen sich im Team aus

Was Teilnehmende mitnehmen

Wie verschiedene Formen von Aggression entstehen und zu unterscheiden sind
Was es bedeutet, eine Grenze zu setzen statt eine Lösung zu suchen
Warum Rückzug keine Niederlage ist

Vor allem aber nehmen sie etwas mit, das sich schwer in Worte fassen lässt: das Gefühl, auch in schwierigen Situationen richtig zu handeln. Mehr Sicherheit. Mehr Handlungsfähigkeit. Weniger Angst.

Fachkraefte aus Pflege Medizin. Hotellerie und Gastronomie im Gespraech

Für wen ist diese Weiterbildung?

Diese Weiterbildung richtet sich an alle, die im Berufsalltag mit organisationsexternen Personen zu tun haben und dabei auf Aggression treffen können, etwa mit Kundschaft, Gästen, Patientinnen und Patienten oder Klientel. Besonders herausfordernd wird es, wenn der Kontakt anonym ist oder das Gegenüber unter hohem Druck steht. Und besonders belastend ist es für Berufsgruppen, die helfen wollen und trotzdem angegriffen werden. Genau diesen Widerspruch handlungsfähig zu meistern, lässt sich lernen. Voraussetzung ist allein das Interesse an der eigenen Sicherheit.

Mehr als persönlicher Schutz

Deeskalationskompetenz ist nicht nur eine individuelle Ressource. Sie ist auch ein Zeichen professionellen Handelns im Sinne der Organisation. Mitarbeitende, die wissen wie sie in kritischen Situationen reagieren, schützen nicht nur sich selbst, sondern auch ihre Kolleginnen und Kollegen, die Kunden und die Reputation der Organisation.

INKOGE denkt Deeskalation dabei immer auf zwei Ebenen: die individuelle Kompetenz der Mitarbeitenden und die strukturelle Verankerung in der Organisation. Denn selbst die besten Einzelkompetenzen entfalten ihre volle Wirkung nur dann, wenn die Organisation den Rahmen dafür schafft. Richtlinien, klare Meldewege und eine Führungskultur, die Sicherheit als Verantwortung versteht, sind ebenso wichtig wie das Training selbst.

Ergänzend unterstützt INKOGE Organisationen auch bei der Nachbearbeitung konkreter Vorfälle. Was nach einem kritischen Ereignis passiert, ist genauso wichtig wie die Prävention davor: wie der Vorfall aufgearbeitet wird, wie Betroffene unterstützt werden und welche Lehren die Organisation daraus zieht.

Frau im grauen Blazer spricht am Konferenztisch zu einer Gruppe aus Buero und Pflegepersonal die zuhoert und mitschreibt

Erfahrungen mit INKOGE

Imamed Radiologie Nordwest

Wir sind eine radiologische Praxis im Raum Basel. Immer wieder kommt es in unserem beruflichen Alltag zu Konfrontationen mit aggressiven Patienten*innen. Dies ist unangenehm, manchmal überfordernd und kann psychisch belastend sein.

Um solche Situationen möglichst schnell zu erkennen bzw. diese zu deeskalieren oder besser damit umzugehen, haben wir zwei ganztägige Workshops in grösseren Gruppen organisiert. Mit Tian Wanner konnten wir einen erfahrenen Deeskalationstrainer gewinnen. Der Schwerpunkt lag bei der Prävention und der Deeskalation. Der Workshop war intensiv, kurzweilig, spannend und wir haben viel gelernt – sowohl für unseren beruflichen Alltag als auch für unser privates Leben.

Dr. med. Katharina Bider
imamed
SV Group

Wir hatten ein super „Selbstschutz und Deeskalationstraining“ mit Fokus auf die Gastronomie und Hotellerie. Der Tag war sehr gut vorbereitet, spezifisch auf unsere Bedürfnisse angepasst und sehr lebendig. Die Teilnehmenden haben viel mitgenommen und sind nun besser gerüstet für kritische Situationen.

Sonya Stocker
Leiterin Training & Development
SV Group e1779783838383

Format und Durchführung

Inhouse-Veranstaltung

Die Weiterbildung wird als Inhouse-Veranstaltung durchgeführt und vollständig auf die Bedürfnisse Ihrer Organisation und Ihrer Mitarbeitenden abgestimmt.

Flexibler Umfang

Das Spektrum reicht vom kompakten Impuls-Workshop bis hin zu mehrtägigen Ausbildungen mit vertiefter Praxisarbeit.

Erstgespräch

Was für Ihre Organisation sinnvoll ist, klären wir im Erstgespräch.

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Sie möchten wissen, ob diese Weiterbildung für Ihre Organisation passt? Nehmen Sie Kontakt auf oder buchen Sie direkt ein unverbindliches Erstgespräch. Wir klären gemeinsam, was Ihre Teams brauchen.

INKOGE, Die Starkmacher GmbH,
Lavaterstrasse 67, 8002 Zürich

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